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Smart Casual verstehen

Der schwierigste Dresscode entschlüsselt

Kein Dresscode verursacht mehr Unsicherheit als „Smart Casual". Was bedeutet es? Wie casual ist zu casual? Wie smart ist zu smart? Die Antworten sind weniger vage, als man denkt – wenn man die Logik dahinter versteht.

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Die Definition

Smart Casual liegt auf der Skala zwischen Business Casual (Hemd, Chino, Blazer) und reinem Casual (Jeans, T-Shirt). Es bedeutet: gepflegt, aber nicht formell. Durchdacht, aber nicht steif. Ein Outfit, das zeigt, dass Sie sich Mühe gegeben haben – ohne den Eindruck zu erwecken, Sie seien auf dem Weg zur Vorstandssitzung.

Was funktioniert

Oberkörper: Ein Hemd ohne Krawatte. Ein Poloshirt in gutem Zustand. Ein feiner Strickpullover. Ein unstrukturiertes Sakko. Ein Blazer mit offenem Kragen. Kombinationen daraus.

Unterkörper: Chinos in gedeckten Farben. Dunkle, saubere Jeans ohne Distressing. Flanellhosen. Wollhosen.

Schuhe: Loafers, Derbys, Chelsea Boots, minimalistische Sneaker in gutem Zustand. Keine Sportschuhe, keine Sandalen.

Was nicht funktioniert

Anzug mit Krawatte – zu formell. T-Shirt und Shorts – zu casual. Sportbekleidung jeder Art. Abgenutzte oder beschädigte Kleidung. Flip-Flops. Jogginghosen (auch die von Designern).

Sichere Kombinationen

Die klassische Formel

Navyblaues Sakko + weißes Hemd (offen) + beige Chinos + braune Loafers. Funktioniert immer, überall, für fast jeden Anlass.

Die entspannte Variante

Grauer Kaschmirpullover + dunkle Jeans + Chelsea Boots. Weniger formell, immer noch gepflegt.

Die sommerliche Option

Hellblaues Leinenhemd + weiße Chinos + Wildleder-Loafer. Mediterran, luftig, stilvoll.

Der Kontext entscheidet

Smart Casual in einem Berliner Start-up ist nicht dasselbe wie Smart Casual in einer Münchner Privatbank. Achten Sie auf den Kontext. Im Zweifelsfall: lieber etwas zu smart als zu casual. Es ist leicht, ein Sakko auszuziehen; es ist schwer, eines zu zaubern.

„Smart Casual ist die Kunst, entspannt auszusehen, ohne nachlässig zu wirken."